Der Ort

Ulme 35 - belebt
Ulme 35 beim Kiezspaziergang des Bezirksbürgermeisters R. Naumann im Juni 2016 ©B.Arndt

DER ORT

Seit 15 Jahren steht in Westend in Berlin-Charlottenburg ein Schatz leer: die 1887 im französischen Landhausstil erbauten «Kuranstalten Westend für Nervenkranke» in der Ulmenallee 35. Die ULME 35 ist ein Zauberberg, inmitten einer kleinen Parkanlage. Die Gesellschaftsräume in der Beletage – das ehemalige Billardzimmer, die Bibliothek, Musik- und Damensalon, ein Hörsaal, ein großer Wintergarten – sind wie geschaffen als Begegnungsort für Geflüchtete und Westender (und alle anderen).

Das Westend in Charlottenburg-Wilmersdorf ist eine der ältesten Villenkolonien Berlins. Hier wurden in den letzten Jahren mehrere Flüchtlingsheime eingerichtet. Im Winter 2015 lebten 3500 geflüchtete Erwachsene mit ihren Kindern und 300 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in verschiedenen Unterkünften in Westend, unterstützt von vielfältigen Aktivitäten freiwilliger Helfer aus der Nachbarschaft. Allein in zwei Gebäuden der ehemaligen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité in der Eschenallee 3 leben heute 400 Geflüchtete. Vier weitere Gebäude stehen noch leer.

Gemeinsam mit dem Atelierprogramm des Senats wollen wir, die „InterK(ult)urAnstalt Westend e.V.“, ein von Mitgliedern der Initiative Willkommen im Westend gegründeter gemeinnütziger Verein, das unter Denkmalschutz stehende Sanatorium zu neuem Leben erwecken.
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