Filme von und Gespräche mit Berliner Regisseuren – über das Ankommen in einem fremden Land, in einer anderen Geschichte

In den nächsten Monaten zeigen wir im Filmclub am Freitag eine Reihe von Filmen Berliner Regisseure, die sich mit Aspekten deutscher Geschichte und dem Ankommen in Deutschland beschäftigen. Zu jedem Film wird es im Anschluss eine Diskussion mit den Regisseur*innen und/oder Protagonist*innen geben.

Am 16.2. zeigen wir «Mord am Meer», ein Thriller von Matti Geschonneck nach einem Roman von Ulrich Woelk: In einem einsamen Haus an der Nordsee wird ein Mann auf rätselhafte Weise ermordet. Kommissar Anton Glauberg soll den Fall gemeinsam mit einer aus der ehemaligen DDR stammenden Kollegin Paula Reinhardt aufklären. Die Suche nach dem Mörder führt die beiden nach Berlin – und tief in ihre eigenen Familiengeschichten und in die Geschichte der beiden deutschen Staaten.

Nach dem Film diskutieren wir mit Buchautor Ulrich Woelk.

Am 9.3. hat uns Andres Veiel sein Kommen mit seinem vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm «Blackbox BRD» zugesagt, in dem er Freunde, Bekannte und Kollegen des von der Terrorgruppe RAF ermordeten Vorstandssprechers der Deutschen Bank Alfred Herrhausen und des RAF-Terroristen Wolfgang Grams befragt hat: eine Tiefenbohrung in die Geschichte der BRD.

Und am 6.4. ist die Westenderin Feo Aladag bei uns, deren Film «Der Andere» zum Teil in der Ulme gedreht wurde und der die Geschichte des minderjährigen Flüchtlings Nama aus Mali erzählt, der von dem 75-jährigen Willi in das Haus seines Sohnes Stefan (Milan Peschel) geholt wird und die erstarrten Beziehungen in Bewegung versetzt ...

Am 20.4. zeigen wir Bettina Blümners Dokumentarfilm «Halbmondwahrheiten», ein Porträt der deutschlandweit ersten Selbsthilfegruppe für türkischstämmige Männer, die ihr Selbst- und Frauenbild neu definieren wollen (arabisch untertitelt). Der Protagonist des Films, der Psychologe und Soziologe Kazim Erdogan, Gründer von Aufbruch Neukölln, kommt zum Nachgespräch.